Ulrich König – Die Ofen-Manufaktur Kohler GmbH

1. Was verbindet Dich mit dem Handwerk?

Ich bin stolzer Handwerker, Hafnermeister und geschäftsführender Gesellschafter der „Ofen-Manufaktur Kohler GmbH“. Als Ofenbauer muss ich viele Gewerke beherrschen:  Metallteile schweißen und verschrauben, Kacheln und Steine bearbeiten, Solarpanels und Elektrokomponenten installieren. Und das ganze bei optisch ansprechender Gestaltung. Neben Handwerksgrün engagiere ich mich für die Weiterentwicklung und Forschung von handwerklichen gebauten Heizungskonzepten um es als Open-source-Wissen anderen Ofenbauern zur Verfügung zu stellen.

2. Was ist aus Deiner Sicht das Dringendste, das die Politik für das Handwerk tun sollte?

Es gibt schlicht zu wenig politisch aktive Handwerker. Ich wünsche mir bei der politischen Debatte um Holzöfen, Feinstaubbelastung und Ressourcenschonung eine bessere Differenzierung. Das Bundesumweltamt empfiehlt auf Holz heizen zu verzichten, das ist bei Kaminöfen richtig – fehlt die Speichermasse verpufft ein großer Teil der Wärme ungenutzt und ist das schlecht für die Umwelt. Im Vergleich dazu kann aber ein Kachelofen die Wärme lange speichern und zudem Feinstaub aus dem Abgas filtern. Mit dem Kachelofen gibt es eine europäische Heiztradition, die dem Anspruch nach Energie- und Ressourcenschonung erfüllt.

3. Wie unterstützt Du den ersten Handwerksgrün-Kogress und warum findest Du, dass das wichtig ist?

Ich mache es in meiner Umgebung publik: Ich spreche mit Bekannten, Kunden, Handwerkskollegen und mit den Grünen-Mitgliedern im von mir neu gegründeten „Grünen Ortsverband Leutkirch“ über den ersten Handswerksgrün-Kongress. Immer mehr junge Leute studieren und immer weniger absolvieren eine handwerkliche Ausbildung. Das Handwerk braucht ein besseres Image und größere Wertschätzung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.