Caroline Krohn – Vindler GmbH


1. Was verbindet Dich mit dem Handwerk?

Ich selbst bin keine Handwerkerin. Ich habe einige Unternehmen gegründet, die Beratungen und Dienstleistungen im Bereich der Nachhaltigkeit, der Digitalisierung und speziell im Datenschutz und der Datensicherheit anbieten. Mich bewegt in meinem Alltag die Nachhaltigkeit, mit der man die Digitalisierung gestaltet. Sie soll sicher sein und zukünftigen Generationen nützen und keine Risiken hinterlassen. Ich lerne dabei vom Handwerk. Im Handwerk arbeitet man gewissenhaft, sonst überlässt man den Abnehmer*innen Risiken. Darum unterstütze ich Handwerksgrün. Ich glaube, wir müssen viel mehr darauf schauen, wie hier gearbeitet wird und die Kultur der Sorgfalt, der Gewissenhaftigkeit und dem Verantwortungsbewusstsein für die sozial-ökologisch-digitalen Transformation übernehmen.

2. Was ist aus Deiner Sicht das Dringendste, das die Politik für das Handwerk tun sollte?

Ich weiss, dass es uns nicht gelingen wird, unsere Pläne hinsichtlich der sozial-ökologisch-digitalen Transformation der Wirtschaft und der Gesellschaft umzusetzen, wenn wir das Handwerk nicht fördern und ihm die Arbeit erleichtern. Handwerker*innen sind Fachkräfte mit einem hohen Spezialisierungsgrad. Ihnen muss daher kaufmännisch und administrativ der Rücken freigehalten werden, damit sie ungestört ihrer Spezialisierung nachgehen können. Das beginnt bei der Beantragung von Zuwendungen, bei der Steuer, bei den Ausbildungsformalitäten, von der Bewältigung von Ausfällen, sei es wegen Krankheit, wegen Schwangerschaften oder was auch immer. Bis hin zur Sicherstellung, dass Rechnungen gezahlt werden, ohne dass man den Kunden lange hinterherlaufen muss. Und was meine eigene Expertise angeht: Das Handwerk braucht sehr sehr dringend eine deutlich bessere Unterstützung darin, sich sorgenfrei zu digitalisieren, das heisst auch hier: um Sicherheit muss sich gekümmert werden! Selbständige Handwerker*innen und KMU brauchen hier deutliche Unterstützung, damit sie trotz allem den Rücken frei für ihre eigentliche Tätigkeit haben.

3. Wie unterstützt Du den ersten Handwerksgrün-Kogress und warum findest Du, dass das wichtig ist?

Da ich in meinem beruflichen Alltag schon seit sehr vielen Jahren auch Kongresse und Konferenzen organisiere, helfe ich bei der Konzeption, Planung und der Organisation mit. Ich versuche, Checklisten und Vorlagen zur Verfügung zu stellen, gebe meine Erfahrungen weiter und berichte, was sich bei mir in der Vergangenheit bewährt hat und was nicht. Ich helfe auch mit, den Kongress zu bewerben und öffentliche Aufmerksamkeit dafür zu generieren. Hierbei ist natürlich sehr wichtig, im eigenen Netzwerk immer und immer und immer wieder über das Handwerk zu sprechen und allen zu erzählen, warum es gerade jetzt enorm wichtig ist, das Handwerk und die Handwerker*innen zu unterstützen und zu fördern, wo es geht!

Vielen Dank für den Austausch!